Pankreas- Leberrerkrankungen

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Pankreastumor

3% aller Krebserkrankungen sind Pankreaskarzinome. Pankreastumore sind durch ihre schlechte Prognose sehr gefürchtet. 1% der Pankreastumoren sind endokrin. Dabei handelt es sich um das Insulinom und das Gastrinom. Hierbei zeigen sich Symptome, die durch exessive Hormonsekretion hervorgerufen werden. das duktale Pankreaskarzinom ist ein Adenokarzinom.

Risikofaktoren

  • Rauchen
  • Alkoholabusus
  • chronische Pankreatitis
  • das Pankreaskarzinom ist ein hochmaligner epithelialer Tumor.

    Symptome

    werden meist erst im fortgeschrittenen Stadium symptomatisch und haben dann meist schon metastasiert

  • Appetitlosigkeit
  • Oberbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Gewichtsverlust
  • Rückenschmerzen
  • Ikterus
  • rezidivierende Thrombosen, Thrombophlebitiden
  • veränderte Glucosetoleranz
     
  • Diagnose

  • Sonographie
  • Endosonographie
  • MRT
  • MR CP
  • Spiral CT
  • ERCP
  • Cholangioskopie und Biopsie
  • Feinnadelbiopsie
  • Probelaparatomie
  • Labor (Ca 19-9, Cholestase)
     
  • Therapie

    OP

  • Radikaloperation mit Lymphadenektomie
  • Whipple

    palliativ
     
  • ERCP plus Stenteinlage
  • Schmerzbehandlung
     
  •  

     

    exokrine Tumoren des Pankreas

    25% der exokrinen Pankreastumoren sind keine Adenokarzinome. Einige sind benigne und haben eine bessere Prognose.

     

  • Azinuszellkarzinom (meist Männer, wird erst nach Metastasierung in die Leber entdeckt)
  • Intraduktaler papillär-muzinöser Tumor (gute Prognose)
  • Muzinös-zystischer Tumor (meist Frauen,Zystadenom kann Zystkarzinom werden)
  • Pankreasblastom
  • Seröses Zystadenom
  • papillärzystischer Tumor
  •  

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    endokrine Tumoren des Pankreas

    Endokrine Pankreastumoren zeigen histologisch einen endokrinen Aufbau

    Symptome

  • flush durch unkontrollierte Sekretion bestimmter Hormone                                    
    • Insulin
    • Gastrin
    • Vasoaktives intestinales Polypeptid
    • Glucagon

     

    nichtfunktionellen Tumoren fehlen diese Hormone
     

    Insulinom

  • häufigste endokrine Pankreastumor
  • 90% gutartig
  • unkotrollierte Insulinproduktion (Heißhunger, neurologische Symptomatik)
     
  • Gastrinom
    Zöllinger Ellison Syndrom

  • 80% sind im Pankreas lokalisiert
  • über 60% maligne
  • bei Diagnosestellung haben über 50% schon metastasiert
  • führen durch überschießende Gastrinproduktion zu therapieresistenten Ulcera im Magen, Duodenum und sogar Jejunum
  • Tumorresektion nur möglich wenn noch nicht metastasiert
  • medikamentöse Säureblockade
     
  • VIPom

  • sezerniert Vasoaktives intestinales Polypeptid
  • wässrige Durchfälle
  • Hypokaliämie
  • Achlorhydrie
     
  • Glukagonom

  • sezerniert übermäßig Glukagon
  • Diabetes mellitus, Gewichtsverlust
  •  

     

     

    Papillenkarzinom

    Tumoren im Bereich der Papille sind selten. Es handelt sich hierbei um Adenokarzinome. Der Metastasierungsweg entspricht dem der Pankreaskarzinome, die Prognose ist allerdings besser, da ein reletiv früh auftretender Ikterus schnell zur Diagnose führt.

     

     

    Pankreatitis

    Chronische Pankreatitis
     

    Definition

    Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit kontinuierlich sich verschlechterdem Verlauf
     

    Ursache

  • Alkohol
  • Pankreasgangeinengung durch Narbenbildung, Steine, Pseudozysten, Traumata, Pankreas divisum
     
  • Symptome

  • gürtelförmige Oberbauchschmerzen
  • Fettstühle
  • Gewichtsabnahme
  • Mangelzustände durch unzureichende Resorption fettlöslicher Vitamine (A,D, E, K)
  • Gerinnungsstörungen
  • bei endokriner Insuffizienz => Diabetes mellitus
     
  • Komplikationen

  • Pseudozysten
  • Milzvenen- und Pfortaderthrombose
  • Diabetes mellitus
  • Pankreaskarzinom
     
  • Diagnose

  • Labor
    Amylase
    Lipase
    Elastase im Stuhl
  • Sonographie
  • Endosonographie
  • Abdomenleeraufnahme
  • CT
  • MRCP
     
  • Therapie

  • medikamentöse Schmerztherapie
  • Medikamente zu den Mahlzeiten (z.B. Kreon)
  • Vermeidung auslösender Faktoren
  • Diät
  • Diabeteseinstellung
  • ggf. Therapie der Pseudozyste
  •  

    akute Pankreatitis
     

    Definition

    plötzlich einsetzende Entzündung der Bauchspeicheldrüse

    2 Formen

    Akut ödematöse Pankreatitis:

  • milde Form
  • etwa 85% der akuten Pankreatitiden
  • Pankreas schwillt durch die Entzündung an
  • vorübergehende Schädigung und Funktionsstörung
  • heilt i.d.R. vollständig aus

    Akut nekrotisierende Pankreatitis
     
  • schwerste Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • etwa 15%
  • plötzliche breitflächige Zerstörung des Bauchspeicheldrüsengewebes
  • häufig einhergehend mit Lungen- und Nierenversagen
  • auch wenn der Patient sich erholt, bleiben meist funktionelle Einschränkungen
  • lebensbedrohlich
  • Bildung von Pseudozysten
  • Bildung von Abszessen
     
  • Ursache

  • Alkohol
  • Gallensteine
  • Infektionskrankheiten
  • Medikamente
  • Fehlbildungen
  • erbliche Faktoren
     
  • Symptome

  • plötzlicher Beginn
  • starke Schmerzen
  • dumpfe Schmerzen, gürtelförmig in den Rücken ausstrahlend
  • Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl
  • Fieber
     
  • Therapie

  • je nach Beschwerden des Patienten
  • Nahrungskarenz
  • Schmerzmittel
  • Überwachung der Kreislauffunktion, Lunge und Niere
  • bei der schweren Form => Intensiv-Betreuung
  • OP (bei Infektion oder Blutung) abgestorbenes Pankreasgewebe wird abgetragen und mehrere Drainagen eingelegt
  • ggf. ERCP um Gallenstein zu entfernen
     
  • Folgen und Komplikationen

    Funktionseinschränkungen

  • Minderung der Verdauungsleistung
  • Minderung der Produktion der Verdauungsenzyme
  • Diabetes mellitus
  • Pseudozysten

    Pankreasabszess

  • Es kann nach Abklingen der Entzündung zu einer Eiteransammlung in der Umgebung kommen, was zu erneuten Fieberschüben führt. Entweder kann der Abszess unter Ultraschall oder Rötgenkontrolle drainiert werden, oder es muss eine Operation erfolgen. Zusätzlich muss mit Antibiotika behandelt werden.
  •  

     

    Pankreas Pseudozyste

    Definition

    Durch Entzündung und Gewebeschädigung des Pankreas kann es zum Absterben ganzer Drüsenabschnitte kommen. Das Gangsystem reißt ein und in diesem Einriss sammelt sich Pankreassekret, Blut und abgestorbenes Gewebe. Um diese Ansammlung bildet sich eine Kapsel. Oft verschwinden diese Pseudozysten ohne Therapie, es kann allerdings auch sein, dass sie immer größer werden und zu Beschwerden führen.
     

    Komplikation

  • Passagebehinderung
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Platzen der Zyste
     
  • Therapie

  • OP
  • endoskopische Drainagelegung
  •  

     

     

     

     

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    Cholelithiasis / Choledocholithiasis

    Cholelithiasis

    Konkremente in der Gallenblase
     

     

    Chol

    griechisch: Galle

     

    Choledocholithiasis

    Konkremente in den Gallengängen

     

    Vorkommen

    ca. jeder 4. Mensch hat Probleme mit der Galle. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmenden Alter zu, Frauen neigen eher dazu am Gallensteinleiden zu erkranken.

     

    Risikofaktore n

  • falsche Ernährung (fettreich, ballaststoffarm)
  • Übergewicht
  • familiäre Vorbelastung
  • über 40 jährige
  • nach Schwangerschaft
  • hormonelle Empfängnisverhütung
  • Diabetes mellitus
  •  

    Zusammenset zung

    Cholersterinstein ( aus Cholesterin, gelb)

    Pigment- oder Bilirubinstein (Kern aus Cholesterin mit Bilirubin umlagert, braun)

    Kombinationssteine ( aufgrund Entzündungen entstehen Verkalkungen der Cholesterin und Pigmentsteine, vielfarbig, hart)
     

     

    Entstehung von Gallensteinen

    Meist entstehen sie in der Gallenblase, können sich aber auch im Gallengang bilden. Ihre Größe kann zwischen einigen Millimetern und Zentimetern variieren. Durch eine Störung kommt es zu Zusammenballung einzelner oder mehrerer gelösten Stoffe.

     

    Ursachen

  • erhöhter Cholesterinwert
  • veränderte Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit durch o.g. Risikofaktoren
  • Infektion
  •  

    Symptome

    nicht jeder Gallenstein macht zwangsläufig Symptome

  • Schmerzen im rechten Oberbauch, meist auch in die rechte Schulter und in den Rücken ausstrahlend
  • Druckgefühl
  • Unverträglichkeit gegenüber fettreichen Speisen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • ggf. auch plötzlich auftretende heftige Schmerzen im rechten Oberbauch = Gallenkolik
  •  

    Diagnose

  • Labor
  • Sonographie
  • Röntgen
  • ERCP
  •  

    Therapie

  • Medikamentös: bei einer Größe < 10mm und kalkfreien Steinen, zeitaufwändig
  • ERCP
  • OP
  • Verschluss ikterus

    Verschluss des Ductus choledochus

    Gallefarbstoffe treten durch den Rückstau in das Blut über und führen zur Gelbfärbung der Haut und Skleren.
     

     

     

    Weitere Erkrankungen der Gallenwege

    Choletzystitis

    Entzündung der Gallenblase

    Durch ein Abflusshinderniss kommt es zum Rückstau der Galleflüssigkeit in die Gallenblase und durch mangelnden Abfluss zu Einwandern von Bakterien mit anschließender Infektion.

    Komplikation: Abszess
                             Gallenblasenempyem
                             Perforation
     

    Porzellangallen- blase

    Verkalkung der Gallenblasen- wand

    durch chronische Gallenblasenentzündung en kann es zur Verkalkung der Gallenblasenwand kommen. Gefahr der Entwicklung bösartiger Gallenblasentumoren.
     

    Cholangitis

    Entzündung der Gallenwege

    eitrig = bakteriell

    nicht eitrig = PSC
     

    PSC

    Primär sklerosierende Cholangitis

    chronische Entzündung intra- und extrahepatischer Gallengänge mit umschriebenen Verengungen und Erweiterungen. Die Ursache ist unbekannt, jedoch ist die PSC häufig mit Colitis ulcerosa vergesellschaftet. Im Endstadium kommt es zum Lebervernarbung (Leberzirrhose)
     

    Cholangio- karzinom

    Tumor der Gallenwege

    selten
    häufig Männer
    häufig bei Patienten mit PSC
     

    Choledochus- zyste

    Zystische Erweiterung des Ductus choledochus
     

    angeborene Erkrankung
    Therapie OP
     

    Mirizzi Syndrom

    Stenose des Ductus hepaticos communis durch Zysticusstein 
     

    Klatskin Tumor

    Gallengangscarzinom an der Vereinigung der beiden Gallengänge (Hepaticusgabel) aus der Leber
    Einteilung der Tumore nach Bismuth-Corlette

     

    TypI

    Tumor liegt unterhalb der hepaticusgabel
     

    Typ II

    Tumor bezieht die Hepaticusgabel mit ein
     

    Typ II

    Tumor hat entweder den rechten oder den linken Hepaticushauptast einbezogen, wobei der jeweils andere frei ist
     

    Typ IV

    beide Hauptäste sind miteinbezogen
     

     

    Cholezystitis
    Pankreas
    Pankreas-Papillenca

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